Kerry trägt stolz den Titel „The Kingdom“ – ein Name, der bis ins alte Irland zurückreicht. Diese Ecke im Südwesten mit dem berühmten Ring of Kerry war einst die Heimat der Ciarraige, des Volkes des legendären Ciar. Über die Jahrhunderte blieb der Name bestehen, ebenso wie das Gefühl, dass Kerry etwas Besonderes und Abgesondertes ist. Abgelegene Halbinseln, vom Atlantik geformte Küsten und eng verbundene Gemeinschaften bewahrten eine Kultur, die sich deutlich von anderen Regionen unterschied. Später herrschten die mächtigen FitzGeralds, die Earls of Desmond, mit bemerkenswerter Autonomie über das Gebiet und verliehen ihm zusätzlichen Glanz. Heute ist „The Kingdom“ weit mehr als eine historische Fußnote – es spiegelt die mythische Schönheit, die tief verwurzelte Tradition und die unverwechselbare Identität wider.
Geformt wurde diese einzigartige Landschaft mit ihren Klippen, Karseen, U-förmigen Tälern und Bergkämmen durch die Gletscher der letzten Eiszeit, deren Spuren bis heute erkennbar sind. Versteckt am abgelegenen Rand der Iveragh-Halbinsel bieten die Kerry Cliffs einige der atemberaubendsten Küstenlandschaften Irlands – und doch erreichen viele Reisende diesen Ort nie. Fast 300 Meter über dem Atlantik gelegen, eröffnen die Klippen weite Ausblicke auf vorgelagerte Inseln und das endlose Spiel der Wellen. Nicht zu vergessen, die Derrynane-Küste mit ihren goldenen Sandstränden, geschützten Buchten, abwechslungsreichen Dünenlandschaften und sich immer wieder ändernden Ausblicken auf den Atlantik. Die Ruinen der Derrynane Abbey auf der Abbey Island sind ein Ort, der über Jahrhunderte von Wind und Gezeiten geformt wurde. Der Killarney National Park wurde bereits 1932 gegründet und ist somit der älteste des Landes.
Auch kulturell hat das "alte Königreich" einiges zu bieten. So finden sich hier über 4.000 archäologischen Monumente, die auf den Halbinseln Dingle und Iveragh zu finden sind, und ein großer Teil der Dingle Peninsula ist ein Galetacht Gebiet - eine der wenigen noch verbliebenen Regionen Irlands, in welcher Irisch (Gaelige), besonders in ländlichen Dörfern aber auch auf kulturellen Veranstaltungen, Teil des täglichen Lebens ist. So begegnet man hier Ortsnamen, wie z.B. Dún Chaoin (Dunquin), Corca Dhuibhne (Dingle Peninsula), Ceann Sléibhe (Slea Head), Cnoc Bréanainn (Mount Brandon), welche weit zurückreichen und deren Bedeutung entweder auf geografischen Gegebenheiten oder lokale Legenden und Geschichten zurück zu führen sind.
Apropos Legenden - die wohl bekannteste der Region rankt sich um den Gletschersee The Devil's Punchbowl, welcher im Mangerton Mountain auf einer Höhe von ca. 839 Metern über Killarney thront und wie eine Trinkschale (Punchbowl) geformt ist. Der Legende nach erhielt der Devil's Punchbowl seinen Namen, als der Chieftain des O'Donoghue Mór Clans einen Streit mit dem Teufel persönlich hatte und ihm ins Gesicht schlug. Als Vergeltung biss der Teufel ein Stück aus dem Berg heraus, wodurch der Punchbowl entstand. Den abgebissenen Brocken spuckte er übrigens in den Muckross Lake, aus dem dann Devil's Island hervorging. Wer die tollen Ausblicke vom Ufer des Gletschersees genießen möchte, muss allerdings körperlich fit sein, denn hierher führt nur ein anspruchsvoller, steiler Wanderweg (nicht geeignet für Kinder).
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