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Gretna Green

Berühmte Heiratsschmiede im schottischen Grenzland

  • Schottlands Süden

Gretna Green ist ein Dorf in Südschottland an der Grenze zu England. Auf der alten Postkutschenroute von London nach Edinburgh war Gretna Green das erste Dorf in Schottland.

Das dieses kleine Dorf zu einer weltweiten Berühmtheit werden konnte, ist mal wieder der Uneinigkeit zwischen den Engländern und Schotten zu verdanken.

Lange Zeit galten in Großbritannien keine festen Regeln zur Schließung einer Ehe. Im Jahre 1753 jedoch verabschiedete das britische Parlament den Lord Hardwicke's Marriage Act, der unter anderem für eine Heirat zwischen Minderjährigen die Einwilligung der Eltern forderte. Dieses Gesetz galt nur für England, nicht aber in Schottland. Dort durften weiterhin Jungen mit 14 und Mädchen mit 12 Jahren eine Ehe ohne elterliche Zustimmung schließen.

Diese Regelung sprach sich sehr schnell herum: unzählige heiratswillige junge Paare flohen aus England über die schottische Grenze und das erste Dorf war Gretna Green. Das schottische Gesetz verlangte seinerzeit zu einer Eheschließung lediglich eine Erklärung in Anwesenheit von zwei Zeugen, nicht einmal ein Geistlicher war nötig. Der Schmied vollzog seit Anfang des 18. Jh. "über dem Amboss", für 5 bis 50 Pfund die Zeremonie.

Ab 1940 wurden auf Druck der Kirche alle Amboss-Ehen ungültig. Bis heute aber zählt Gretna Green zu den beliebtesten Heiratsorten der Welt.

Leider ist dem Ort die Romantik völlig abhandengekommen. Rund um die alte Schmiede entstand ein riesiges Touristenzentrum und die Liebe zum Kommerz scheint heute größer als alles andere.

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